Verabschiedung von unserem Rektor Rudolf Weiß 2003
"Junggeblieben, dynamisch, voller Elan und Schwung und bester Gesundheit, so gehen Sie von Bord", sagte Konrektorin Eva-Maria Laske bei der Verabschiedung von Rektor Weiß am Donnerstag in der Turnhalle der Volksschule, zu der sich viele Gäste aus den kirchlichen, kommunalen, schulischen und gesellschaftlichen Bereichen eingefunden hatten, die sie herzlich willkommen hieß.
Rektor Rudolf Weiß
"Sie haben 40 Jahre erfolgreiche pädagogische Arbeit geleistet; 16 Jahre davon waren Sie Schulleiter mit Herz und viel Verständnis. Und das in einer Zeit des gesellschaftlichen und bildungspolitischen Wandels, in der uns Arbeitsmediziner und -psychologen bescheinigen, dass der Lehrberuf ein "Hochleistungs- und Verschleißberuf" geworden ist. Sie haben gerne in und für die Schule gearbeitet und Ihre Berufsauffassung war auch in schwierigen Zeiten stets vorbildlich. Stets offen für Veränderungen haben Sie Vieles bewegt und mit Bravour gemeistert. Unter Ihrer Führung hat sich die Schule Ahrain weiterentwickelt zu einem modernen, hervorragend ausgestatteten Lern- und Lebensraum für Kinder, an dem die Zukunft wächst." Weiter sagte Laske, "Sie sind auch in Ihrer Funktion als Schulleiter stets ein Pädagoge mit Leib und Seele geblieben und trafen Ihre Entscheidungen zum Wohle aller Kinder, denen Ihre ganze Sorge galt. Sie forderten und fördern die Kinder, Sie unterrichten mit Freude, Humor und viel Verständnis, Sie waren den Kinder ein Fürsprecher in schwierigen Situationen. Besonders die religiöse Erziehung und die charakterliche Entwicklung der Schüler ist Ihnen am Herzen gelegen. Die Kolleginnen und Kollegen schätzten Ihren freundlichen, offenen Führungsstil, die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ihr Wohlwollen und Ihre Menschlichkeit, mit der Sie sich auch unseren persönlichen Problemen annahmen. Stets stellten Sie sich schützend vor uns, wenn uns wieder einmal der Sturm von allen Seiten zu sehr um die Ohren wehte", sagte Laske. "In Wiesing traten Sie Ihre erste Stelle als Lehrer an, und heute nun in Ahrain schließt sich der Kreis. Die Kinder und Lehrkräfte schenken Ihnen heute zum Abschied eine fröhliche musikalische Reise durch die Welt, verbunden mit Dank und der Anerkennung für die vergangenen harmonischen Jahre mit Ihnen."
Mit dem Lied "Wir sind gemeinsam unterwegs" wurde das Programm eröffnet. Die musikalische Reise ging durch Italien, Ungarn, Schweden, Schottland, Grönland, USA, Mexiko, Frankreich und Bayern. Für jedes Land trat jeweils musikalisch eine andere Klasse, symbolisch gekleidet mit der Landestracht, an.
Italien
Ungarn
Schottland
Mexiko
Frankreich
Rektor Rudolf Weiß und Bürgermeister Fritz Wittmann
Bürgermeister Fritz Wittmann von der Marktgemeinde Essenbach meinte zu seinem ehemaligen Kollegen, "mit der morgigen Zeugnisausgabe wird am letzten Schultag den Schülern bestätigt, dass sie ihr Klassenziel erreicht haben. Du bekommst zwar kein Zeugnis, mindest kein schriftliches, aber auch du hast dein Klassenziel erreicht. Du verlässt die Schule und trittst in den wohlverdienten Ruhestand. Die letzten zwanzig Jahre warst du hier in der Grundschule Ahrain tätig. Vier Jahre als stellvertretender Schulleiter und sei 1987 als Rektor. Sich der Bildung und Erziehung junger Menschen zu widmen, dazu beizutragen, dass sie ihren eigenen Weg finden, das ist eine vielseitige, interessante und auch dankbare Aufgabe. Aber auch eine Aufgabe, die mit großer Verantwortung verbunden ist und damit mit großen Belastungen. Denn Lehrer zu sein und dazu noch eine Schule zu leiten, das ist nicht irgendein Beruf." Weiter meinte Wittmann, "in deinem langjährigen Wirken hast du so manche Schülergeneration kommen und gehen sehen und dabei eine Reihe von Veränderungen in der Jugendkultur kennen gelernt. Ebenso hast du so manchen bildungspolitischen Wandel miterlebt und darüber debattiert, welche Aufgabe die Schule in der Welt von heute zu erfüllen hat. Politische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen wirken sich unmittelbar auf die Schule aus. Und nicht selten soll es gerade die Schule sein, die Probleme der Gesellschaft aufgreifen und bewältigen soll. Du hast deine Aufgabe an der Grundschule Ahrain darin gesehen, Weichen zu stellen und Begabungen zu fördern, sowie Schüler und Lehrer zu motivieren. Das dies gut gelungen ist, kommt vor allem auch heute am Tag deiner Verabschiedung zum Ausdruck. Denn dieser Tag ist auch ein Tag des Dankes, des Dankes für dein unermüdliches Engagement für deine Schule und die Erfolge, die du hier erzielen konntest. Du hast dich bei den Schülern und Eltern und den Kollegen beliebt gemacht."
Schulrat Wastl-Mayerhofer
Schulrat Wastl-Mayrhofer würdigte die Verdienste von Rektor Weiß. "Er war ein guter Pädagoge mit fundiertem fachlichen Wissen, der es verstand, seine Schüler zu brauchbaren Menschen heranzuführen", sagte der Schulrat. Er hob auch die gute Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten hervor. "Er hatte ein Gefühl für das Machbare. Es gelte heute einen Mann Dank zu sagen, der 40 Jahre lang treu und unbeirrt seine Pflicht tat. Alle kennen Rektor Weiß als einen Menschen auf den Verlass sei." Er meinte weiter, "vor einigen Wochen durfte ich ihm die Anerkennung für seine 40-jährige Dienstzeit des Freistaates aussprechen und eine Urkunde aushändigen." Er brachte einen kurzen Abriss des beruflichen Werdeganges von Rektor Weiß. 1963 trat Rektor Weiß seine erste Dienststelle als Lehrer in Wirsing, Landkreis Viechtach, an, wo er bis 1965 tätig war. Von September 1965 bis 1983 unterrichtete er in der Schule in Niederaichbach. Danach wechselte er zur Schule Ahrain als Konrektor für vier Jahre und übernahm im Jahre 1987 die Schulleitung als Rektor.
Elternbeiratsvorsitzender Schedlbauer sprach Weiß seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus. Lehrerin Frau Neudert würdigte ebenfalls die Verdienste von Rektor Weiß in der Führung der Schule im Namen aller Kolleginnen und Kollegen und überreichte ihm von der Lehrerschaft ein Geschenk. Danach verabschiedeten sich die Schüler aller sechs Klassen mit jeweils einem symbolischen Geschenk.
Rektor Weiß dankte seinerseits für die schöne Abschiedsfeier. Er sei tief gerührt von den vielen schönen lobenden Worten und dankte allen die ihn als Schulleiter begleitet haben. Er meinte, am meisten dieser vielen Jahre habe er von den Kindern gelernt. Ein offenes Wort schaffe Zutrauen und Vertrauen. Er fühle sich nach wie vor der Schule verbunden und der Abschied schmerzt, wenn er sich auch schon lange auf diesen Moment gefreut habe. Er werde die eingegangenen Gelder als Spende für die Kinder in Nepal weitergeben, meinte er zum Schluss seines Dankes für die Abschiedsfeier. Mit einem gemeinsamen Lied der Lehrerschaft, das über das Lebens des Rektors erzählte ging die Abschiedsfeier zu Ende.